Mehr zu KNAK

Ca 14.000 Pilzarten in Deutschland (Foto: Stefan Munzinger)
Ca 14.000 Pilzarten in Deutschland (Foto: Stefan Munzinger)

Was will KNAK?

 

Hinter der Idee des Kompetenznetzwerks Artenkenntnis Niedersachsen stehen fünf niedersächsische Naturschutzvereinigungen und -institutionen*. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Menschen jeden Alters mit wildlebenden Pilzen, Pflanzen und Tieren in ihrer Umgebung bekannt zu machen sowie das Artenwissen zu fördern und zu entwickeln.

 

Ihre Motivation

 

ist der gesellschaftliche, politische und gesetzliche Konsens, der darin besteht, die heimischen Arten aufgrund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen auf Dauer zu schützen. Jedes Bemühen um eine Verhinderung des derzeitigen dramatischen Schwundes der Biodiversität wird aber zum Scheitern verurteilt sein, wenn dem Wissen und der Kenntnis von Arten nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird.

 

In den letzten Jahrzehnten ging die Zahl der Artenkenner*innen immer mehr zurück. Dies gilt sowohl für den professionellen und akademischen als auch für den ehrenamtlichen Bereich. Dieser Entwicklung in Niedersachsen wirksam entgegenzutreten ist Ziel des folgenden Förderantrages, in dem sich maßgebliche zivilgesellschaftliche Akteure mit der Alfred Toepfer Akademie zusammengefunden haben, um ein „Kompetenznetzwerk Artenkenntnis Niedersachsen" zu initiieren und aufzubauen.

 

Das Vorhaben folgt dabei der in Schulte et al. 2019 beschriebenen grundsätzlichen Strategie zur Förderung von Artenkenntnis. Diese baut im Wesentlichen darauf auf, dass zur Ausbildung einer neuen Generation von Artenkenner*innen integrativ, mehrstufig und langfristig gedacht und von einer breiten Basis nur grundsätzlich naturinteressierter Menschen ausgegangen werden muss.

 

Die Projektpartner

 

verknüpfen dazu erstmals in Deutschland klassische und moderne didaktische und methodische Ansätze:

  • digitale E-Learning-Angebote
  • Präsenzlernen mit Exkursionen unter Einbeziehung des E-Learnings (= Blended Learning)
  • Nutzung einer Plattform für Naturbeobachtungen und -bilder zum Aufbau eines Pools von grundsätzlich Interessierten und zur Bindung dieser Menschen.
KNAK unterstützt das Artenlernen (Grafik: Schulte)
KNAK unterstützt das Artenlernen (Grafik: Schulte)

 

Das Lernspektrum

 

umfasst dabei attraktive, ökologisch und naturschutzfachliche besonders relevante Artengruppen (Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen, Pilze etc.) sowie regionaltypische Lebensräume (von Orchideen, Fließgewässer etc.), denen eine große Publikumsaufmerksamkeit sicher ist.

 

Dem Community-Building

 

und der Vernetzung der Akteur*innen wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Die sozialen Medien werden zur Gewinnung potenzieller Interessierter genutzt und die Potentiale digitaler Technologie zur Netzwerkbildung eingesetzt.

 

Eine punktuelle, angebotsspezifische Pressearbeit rundet das Projekt ab. Gleiches gilt für den Aufbau einer Zertifizierung im Kontext der Aktivitäten des BANU (Bundesweiter Arbeitskreis der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten im Natur- und Umweltschutz) und einer Ausbildung von Artentrainer*innen.

 

Alle Maßnahmen sind auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet, so dass sie sich nach Auslaufen des Projekts verstetigen lassen.

 

Mit KNAK das Artenwissen vertiefen und Spezalist*in werden (Grafik: Schulte)
Mit KNAK das Artenwissen vertiefen und Spezalist*in werden (Grafik: Schulte)

Zielgruppe sind

 

Naturfreunde (Interessierte, Einsteiger*innen), Naturbeobachter*innen (Aufsteiger*innen) bis hin zu Artenkenner*innen. Der ganz überwiegende Fokus des Projekts liegt allerdings auf den ersten beiden Gruppen. Letztgenannte stellen das angestrebte Ziel dar. Nach der Aktivierung Interessierter sollen diese über niedrigschwellige Lernangebote initial an die Thematik Artenkenntnis herangeführt und darin anschließend gefördert werden.

 

Die Reichweite

 

soll knapp 1 000 Präsenzteilnehmenden und 10 000 E-Learning-Nutzer*innen erreichen. Im Bereich Community sollen rund 30 000 registrierte Aktive begeistert werden. Die Portalseite soll am Ende der Laufzeit insgesamt 175 000 eindeutige Besucher adressiert haben. Diese primären Projektreichweiten sollen ergänzt werden über sekundären Reichweiten aus den Partnernetzwerken mit Organisationen wie Deutsche Gesellschaft für Mykologische (DGfM), Deutschen Jungendbund für Naturbeobachtungen (DJN) oder die Deutsche Gesellschaft für Limnologie (DGL). Letztendlich soll die daraus resultierende gesellschaftliche Breite weit über die der fünf Projektpartner hinausgehen.


*Wer gehört zum KNAK-Konsortium?

Zuständig für Projektkoordination und -administration

 

Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz
Hof Möhr, 29640 Schneverdingen
Telefon +49-(0)5199/989-0

Der Projektpartner für digitales Lernen

 

NABU|Naturgucker-Akademie
Am Kirchtal 9, 37154 Northeim
eMail: s.munzinger (at) naturgucker.de
Telefon: +49 (0) 5551 911931

 

Die regionalen Bildungspartner


Verein Naturschutzpark e.V. (VNP)
Niederhaverbeck 7, 29646 Bispingen

Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Niedersachsen e.V.
Goebenstraße 3a, 30161 Hannover

NABU Hameln - Hessisch Oldendorf - Aerzen e.V.
Horstweg 18, 31840 Hessisch Oldendorf
eMail: info@species-dating.de


Wer macht KNAK möglich?

Das KNAK-Projekt wird gefördert durch